Heute war Budokwai-Turnier in Garbsen - mal wieder, Dennis´erstes Turnier war ebendieses, letztes Jahr.
Aber heute ist denn endlich der Knoten geplatzt - er hat endlich einen Kampf gewonnen, in einem "echten" Turnier und nicht nur auf einer Vereinsmeisterschaft... Ein dritter Platz, auf dem Treppchen, Urkunde und Medaille!
Ich habe es ihm so sehr gewünscht, auch wenn er mittlerweile gern zu Turnieren fuhr, und es fast Tränen gab, als wir unsere vereinsinterne Anmeldefrist versäumt hatten - er WOLLTE zum Turnier, er hatte SO hart gearbeitet. Oftmals zweimal die Woche Training (mittwochs und freitags sind Trainingstermine für seine Altersgruppe), und dazu noch das "Turnier-Sondertraining" am Montag, wenn parallel Kevin und seine Pampersklasse trainiert.
So viel Arbeit, und auch so viel Steigerung in der Leistung, von mir beobachtet und von Andy, seinem Trainer, bestätigt. Er hat gekämpft, um besser zu werden, und gearbeitet wie ein fleißiges Bienchen, und eigentlich auch dadurch seine Leistung, seine Fähigkeiten, stark verbessert.
Trotzdem hat er in diesem Turnier die ersten zwei Kämpfe wieder verloren - Nervosität, "Anfängerfehler". Er hat den Gegnern viel zu viel Raum gelassen, und seine eigenen Technikansätze viel zu offensichtlich gezeigt. Das hat ihm Andy dann auch gesagt, ihn gecoacht und aufgebaut.
Und dann kam es, endlich, und SO schön: Sein dritter Kampf, er hat beherzigt, was ihm gesagt wurde, getan, was er gelernt hat - und er hat gesiegt. Vielleicht noch nicht überragend, noch nicht glanzvoll, doch ein guter, ECHTER Punktesieg. Selbst ohne Punkte hätte er beim Schiedsrichterentscheid gewinnen müssen, er zeigte viel mehr Engagement, Aggressivität, trieb den Gegner. Aber dieses Angreifen wurde belohnt, er hatte seinen Punkt, und hat ohne Zweifel gewonnen!
Ich konnte einen Freudenschrei nicht unterdrücken, laut genug, dass ich plötzlich einen Meter Platz um mich herum hatte, als der Schiedsrichter beim Abgrüßen die Hand in Richtung Dennis hob. Ich war SO stolz, und freute mich SO sehr für ihn, dass ich es einfach nicht in mir behalten konnte. Und auch für ihn platzte ein Knoten, wie es schien - als er von der Matte kam, lag er in meinem Arm, und Freudenschluchzer und -tränen schüttelten den ganzen Dennis. Harte Arbeit, so viel Versuchen, so viel Einstecken, jetzt hatte es ENDLICH geholfen. Ich war da, ich konnte ihn halten, und, ganz ehrlich - ich hatte da auch das eine oder andere Tränchen über die Wange laufen...
SchmuseBär, ich bin SOOOO stolz!!!!